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Vor genau einem Monat fand der Workshop zu Open Educational Resources (OER) statt. Diese Veranstaltung wurde gemeinsam mit der IG WBS durchgeführt. OER werden die Universitäten in Zukunft immer mehr beschäftigen. Es wird sich zeigen, wie und ob sich die Bibliotheken einbringen können.

Am Vormittag erhielten die Teilnehmer einen Überblick zu OER, welche Lernplattformen gibt es und einen spezifischen Einblick in Massive Open Online Courses (MOOCs). Der Nachmittag war mehr praxisorientiert und enthielt die Themen: Welche Rechtsgrundlagen gelten für freie Lehrmittel, Formen und Formate von E-Books und schliesslich den Einsatz von OER in Bibliothek.

Vorträge und Impressionen zum Workshop OER


Ausblick

Der nächste Workshop der AGIK findet am 25. Juni 2014 statt zum spannenden Thema "Verändern Discovery-Tools die Vermittlung von IK".

 

Open Educational Resources ist neben Open Access zurzeit ein topaktuelles Thema. Immer mehr Universitäten bieten diese Art der webbasierten Wissensvermittlung an. Auch die Zeitschrift für Hochschulentwicklung geht in Ihrer aktuellen Ausgabe der Frage nach: "Wie gestalten wir die Zukunft mit Open Access und Open Educational Resources?"

Doch bei all diesen Diskussionen, welche Rolle spielen da eigentlich Bibliotheken? Die AG IK und IG WBS möchten zusammen an diesem Workshop einen Einblick in Open Educational Resources geben und ausloten, wie die Schnittstelle der Bibliothek zwischen Open Access, Open Educational Resources und Informationskompetent ist.

Weitere Infomationen & Anmeldung

 

Rückblick auf den 5. Bibliothekskongress in Leipzig

Der 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland fand in Leipzig vom 11.-14. März 2013 statt. Mit 3`500 TeilnehmerInnen aus 25 Ländern und der Leipziger Buchmesse im Anschluss wurde der Kongress zum grössten Vortrags- und Austauschforum der Branche.


Immer stärkere Schweizer Präsenz

Jedes Jahr nimmt die Präsenz der Schweizer BibliothekarInnen an Deutschen Bibliothekskongressen, bzw. Bibliothekartagen zu. Dieses Jahr wurden über 100 TeilnehmerInnen aus der Schweiz verzeichnet, welche aktiv teilnahmen und sich rege austauschten (auch elektronisch über twitter). Einige Schweizer KollegInnen boten auch spannende Vorträge an, so z.B. Rudolf Mumenthaler und Bruno Wenk zum Thema „E-Book als (wirklich) neues Medium“ oder Louise Rumpf zu „Bibliotheken im Föderalismus“. Die HTW Chur präsentierte sich zum ersten Mal an der KIBA-Lounge (Konferenz der informations- und bibliothekswissenschaftlichen Ausbildungs- und Studiengänge).


Ausgezeichnet

Ebenfalls in KIBA-Lounge wurde der diesjährige Preis „Zukunftsgestalter in Bibliotheken“  von Wissenschaftsverlag de Gruyter und Zukunftswerkstatt verliehen. Der Preis wurde an zwei gleichwertige Gewinner vergeben. Unsere KollegenInnen von der Kunstbibliothek SITTERWERK erhielten den Preis für das Projekt der dynamischen Ordnung. Der zweite Preis ging an ein Digitalisierungsprojekt von Berliner Adress- und Telefonbüchern welches von der Zentral und Landesbibliothek Berlin (ZLB) eingereicht wurde.


Informationskompetenz – noch mehr Einsatz

Vorträge und Veranstaltungen zur Informationskompetenz waren dieses Jahr wieder zahlreich vertreten. Nachstehend bieten wir einen kurzen Abriss der spannendsten Beiträge.


Fabian Franke trug zum Thema „Wissenschaftliche Informationskompetenz und Bibliotheken: Status Quo und Perspektiven“ vor. Herr Franke formulierte in seinem Vortrag das oberste Ziel, das vor allem wissenschaftliche aber auch öffentliche Bibliotheken aktuell anstreben sollten: „… die Bibliotheken bei der Verankerung von Medien- Informationskompetenz in die Curricula aller Bildungsebenen einzubeziehen…“. Dabei legte Herr Franke ein besonderes Augenmerk auf die Notwendigkeit der Kooperationen zwischen Bibliotheken und anderen Einrichtungen, die durch ein erfolgreiches Beispiel aus Bayern bekräftigt wurden. Die Vortragsfolie können hier abgerufen werden.


Noch weiter gingen in Ihrem Beitrag Ulrich Meyer-Doerpinghaus (Hochschulrektorenkonferenz) und Beate Tröger (ULB Münster). Sie sprachen über die Veränderung der Wahrnehmung der Informationskompetenz in zwei Hinsichten:

 1. Veränderung des Bibliotheksbildes im Bereich Informationskompetenz

 2. Veränderung des IK-Bildes – bibliotheksintern und hochschulweit.

Neben Veranstaltungen für Studierende sollen vermehrt auch Lehrende und Forschende erreicht werden. Sie sprachen von einem Umdenken hin zu „Liaison Librarian“ – individuelle Kundenbindung durch persönliche Kontaktaufnahme und Betreuung. Die Erweiterung der Zielgruppen und die Neupositionierung der Bibliothekare im IK-Bereich fordern organisatorische und Weiterbildungsmassnahmen. Der Beitrag gab einen wichtigen Anstoss, die Leistungen der Bibliotheken im IK-Bereich auszubauen und sich neu zu begreifen.


„Informationskompetenz als Kriterium für erfolgreichen Wirtschaftshandel“

Maren Krählig (Badische Landesbibliothek, Karlsruhe) und Nicole Krüger (ZBW, Leibniz Informationszentrum Wirtschaft) berichteten über neue Formen von Informationskompetenz, die als Praxisbeispiele in New York und Berkeley (CA) entwickelt wurden und dort eingesetzt werden. Es handelt sich dabei um Financial Literacy. Das Angebot gestalten Bibliotheken in Form von persönlicher Beratung und/oder Kursen in Zusammenarbeit mit Non-Profit-Organisationen und freiwilligen Beratern aus der Wirtschaft. Die Beratung erfreut sich grosser Beliebtheit, vor allem bei Start Ups.


Diese Form des Angebots für die Wirtschaft wäre auch in der Schweiz denkbar. Die starke Korrelation zwischen einer guten Informationsversorgung und Innovationsfähigkeit einer Unternehmung wurde in zahlreichen Studien längst bestätigt. So kann Informationskompetenz zweifelsohne als wichtiges Kriterium zum erfolgreichen Wirtschaftshandel beitragen. Leider findet diese Tatsache gerade bei Unternehmen noch zu wenig Akzeptanz und Bibliotheken werden auch nicht als geeigneter Berater angesehen. Das amerikanische Modell bestätigt aber erfolgreiche Kooperationen und starke Nachfrage bei einer richtigen Positionierung des Angebots.

Diese Woche findet die European Conference on Information Literacy (ECIL) in Istanbul statt. Die ECIL wird vom Department of Information Management of Hacettepe University und vom Department of Information and Communication Sciences of Zagreb University organisiert. Die Themen der Konferenz betreffen alle Bereiche der Informationskompetenz: aktuelle Themen, neuste Entwicklungen, Standards, Techniken, Herausforderungen, Theorien, etc. Das detaillierte Programm ist hier zu finden.

Am 15. Juni 2012 fand zum ersten Mal eine gemeinsame Weiterbildungsveranstaltung der Arbeitsgruppe Informationskompetenz (AGIK) zusammen mit der Interessensgemeinschaft der Wissenschaftlichen Bibliothekarinnen und Bibliothekare der Schweiz (IG WBS) statt. Unter dem Motto "Update" haben sich über 50 Bibliothekarinnen und Bibliothekare getroffen und sich mit den aktuellen Entwicklungen des Web 2.0 im bibliothekarischen Kontext auseinandergesetzt. Der Vormittag gestaltete sich aus Inputreferaten von Thomas Hapke, David Krieger und Anna Picco. Sie gaben allesamt einen sehr unterschiedlichen Einblick, wie Web 2.0 den Berufsalltag in der Informationsvermittlung verändern kann. Der Nachmittag war geprägt mit Workshops, wo die Teilnehmenden sich mit konkreten Aspekten wie Mobile Endgeräte, Twitter, Blogs oder Netvibes auseinandersetzten - die Tools wurden auf bibliothekarische Praxistauglichkeit getestet, viele Twitternachrichten wurden verschickt und die Vielfalt der mitgebrachten mobilen Endgeräte hat so manchen Teilnehmer erstaunt.

Ein ausführlicher Bericht findet sich im Rundbrief der IG WBS. Alle Materialien zur Veranstaltung sind auf der Webseite der IG WBS vorhanden.